11/2011 Teresa Solana: Mord auf Katalanisch

Barcelona in der Literatur… Passend zum Urlaub habe ich mir Teresa Solanas Barcelona-Krimi gekauft in der Hoffnung, mein Urlaubserlebnis dadurch irgendwie zu untermalen. Schließlich versprach der Klappentext, mir einen „herzerfrischende[n] katalanischen Krimi und die spannendste Art, zum Barcelona-Kenner zu werden“.

Wird man also mit diesem Krimi zum Barcelona-Kenner? Nein, auf gar keinen Fall. Man stolpert zwar über Begriffe wie Ramblas, Café Zurich, Placa Catalunya,… aber nur weil unsere Ermittler hier einmal vorbeigeht, ist der Leser nicht gleich ein Kenner.

Zum Inhalt:
Die Zwillinge Eduard und Pep (wobei letzterer seit Jahren einen anderen Namen trägt und die Verwandtschaft zugunsten des Erfolgs verheimlicht) werden von dem berühmten Politiker Lluis Font gebeten, seine Frau zu beschatten. Schließlich hat dieser zufällig ein Gemälde seiner Frau Entdeckt und vermutet nun, dass sie ihn betrügt, was unangenehme Auswirkungen auf Fonts politische Karriere haben kann. Die Brüder nehmen also die Ermittlungen auf und bevor sie noch wirkliche Ergebnisse vorweisen können stirbt die Frau, vergiftet von einer maron glaces.
Bevor nun aber die Polizei den Ehemann verdächtigt, muss das Gemälde verschwinden, doch genau in dem Moment, wo die Ermittler das Bild durch ein von Eduards Schwiegermutter gemaltes Gemälde austauschen, bricht Fonts Schwägerin nackt durch die Bürodecke und die Polizei steht im Raum. Wir erfahren nun einige Nebensächlichkeiten, die tatsächlich nichts mit dem Fall zu tun haben und irgendwann…. irgendwann laufen wir dann doch dem Täter über den Weg und erfahren den Grund für den Mord…

Fazit:
Tja… was erwartet man von einem Krimi? Es gibt eine Gesetzesübertretung, irgendjemand ermittelt und löst den Fall. Soweit trifft das sicherlich auf Teresa Solanas Werk zu, doch gehört noch einiges mehr zu einem wirklich guten Krimi. Von der ersten bis zur letzten Seite kommt keinerlei Spannung auf und die eigentliche Handlung ist absolut winzig. Dauernd kommen langweilig ausgearbeitete private „Handlungsstränge“ hinzu, steckt Lluis Font ihnen Geld zu und und und. Ich bin wirklich enttäuscht, vor allem wenn man bedenkt, dass ich das Buch deshalb gelesen habe, weil es ja in Barcelona spielt. Es hätte tatsächlich fast in jeder anderen spanischen Stadt spielen können.

Teresa Solana: Mord auf Katalanisch
Taschenbuch
Verlag: Piper Taschenbuch
Seiten: 288
ISBN-13: 978-3492252607

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