11/2014 Agnes Christofferson: Elsas Stern

Ich muss gestehen, dass ich bisher bereits sehr viel Shoa-Literatur gelesen habe. Angefangen bei bekannten Werken wie „Das Tagebuch der Anne Frank“ oder „Der Pianist“ bis hin zu deutlich unbekannteren Werken von Überlebenden. Selbstverständlich habe ich direkt zugesagt, als der ACABUS-Verlag mit „Elsas Stern“ angeboten hat.

1979 sind Elsa und ihre Tochter in einem New Yorker Restaurant zum Essen verabredet, als Elsa durch einen hereinkommenden Gast einen Nervenzusammenbruch erleidet und ins Krankenhaus eingeliefert wird. Elsas Töchter Leni und Salome kümmern sich so weit es geht um ihre Mutter. Doch als Elsa aufwacht und ein sehr merkwürdiges Verhalten an den Tag legt, gibt Salome Leni das alte Tagebuch ihrer Mutter. Elsa war als junges Mädchen im Konzentrationslager Auschwitz, bevor sie nach Kriegsende in die USA ausgewandert ist.
Anhand des Tagebuchs setzt Leni nach und nach das geheime Leben ihrer Mutter wieder zusammen und erfährt einiges über ihre Vorfahren, die Judenverfolgung in Europa und die Gräueltaten, die unter dem Deckmantel der Wissenschaft an Juden in Konzentrationslagern verübt wurden.
Schnell wird klar, dass der Auslöser für Elsas Nervenzusammenbruch mit dem ominösen Restaurantbesucher zusammenhängt.

Mein Fazit
Der Roman ist wirklich gut und fesselnd geschrieben, basiert jedoch nicht auf wahren Gegebenheiten sondern lediglich auf ausgedehnter Recherche. Was meinem sonst durchweg positiven Einbruch einen kleinen Abbruch tut ist, dass Christofferson sehr viel Wert auf ein aus meiner Sicht übertrieben glückliches, romantisch verklärtes Ende konstruiert hat. Das ist jedoch Geschmackssache und mag anderen Lesern um einiges besser gefallen.

Agnes Christofferson: Elsas Stern
Taschenbuch
Verlag: ACABUS
Seiten: 272
ISBN-13: 9783862823109

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