12/2013 Andrea Hirata: Die Regenbogentruppe

  1. Jeder hat das Recht auf Bildung. Die Bildung ist unentgeltlich, zum mindesten der Grundschulunterricht und die grundlegende Bildung. Der Grundschulunterricht ist obligatorisch. Fach- und Berufsschulunterricht müssen allgemein verfügbar gemacht werden, und der Hochschulunterricht muß allen gleichermaßen entsprechend ihren Fähigkeiten offenstehen.
  2. Die Bildung muß auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und auf die Stärkung der Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten gerichtet sein. Sie muß zu Verständnis, Toleranz und Freundschaft zwischen allen Nationen und allen rassischen oder religiösen Gruppen beitragen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen für die Wahrung des Friedens förderlich sein.
  3. Die Eltern haben ein vorrangiges Recht, die Art der Bildung zu wählen, die ihren Kindern zuteil werden soll.

Artikel 26 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte

Das Recht auf Bildung ist in unserem Kulturkreis eine Selbstverständlichkeit. So haben Kinder und Jugendliche sogar die Pflicht, die Schule mindestens 9 Jahre zu besuchen. Doch für die Kinder der Regenbogentruppe ist dieses auch dort gesetzlich verankerte Recht auf Bildung anders auszulegen. Waren die Eltern selbst nicht in der Schule, so fällt es ihnen schwer, den Sinn und Zweck dieser Institution wahrzunehmen. Könnten die Kinder doch viel besser Geld verdienen und ihre Familie damit unterstützen.
Andrea Hirate erzählt hier die autobiographische Geschichte der Regenbogentruppe, eine Klasse von zehn, später elf Kindern, die auf der armen indonesischen Insel Belitung die Schulbank drücken wollen und gemeinsam mit ihrer Lehrerin Bu Mus alles daran setzen, die baufällige Schule zu retten: sowohl vor dem Schulinspektor, der einige Regelverstöße hier sieht, als auch vor der  Bergbaugesellschaft, die die Schule gerne niederreißen würde, um dort Zinn abzubauen. All diesen Widrigkeiten stellen sie sich mutig entgegen und vertreten ihre Überzeugung, dass Bildung wichtig ist, um in seinem Leben voran zu kommen.

Andrea Hirata selbst versprach seiner Lehrerin, dass er einst ein Buch über sie schreiben würde. Und hier halte ich das Buch in meinen Händen – er hat sein Versprechen gehalten. Doch nicht jeder der elf Schüler konnte dank der Bildung der Armut entkommen. So lockten zunächst das Geld, welches sich durch harte Arbeit verdienen lässt, dann schlug das Schicksal gerade bei dem Schüler zu, der als Klassenbester die besten Zukunftsaussichten hatte. Doch jeder ging seinen Weg und trug die Schule weiterhin in seinem Herzen.

Andrea Hirata: Die Regenbogentruppe
Hardcover
Verlag: Hanser Berlin
Seiten: 272
ISBN-13: 978-3446241466

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