17/2012 Mila Roth: Spionin wider Willen

Ich hatte die Ehre den Auftakt zu Mila Roths Spionage-Serie als Testleserin vorab bereits lesen und kommentieren zu können. Erfreut stellte ich bereits auf der ersten Seite fest, dass Dreh- und Angelpunkt des Geschehens meine Heimatstadt Bonn ist. Aber ob das allgemein ein Vorteil oder doch eher ein Nachteil ist?

Janna lebt ein beschauliches Leben – auf dem Grundstück ihrer Eltern hat sie ein eigenes Häuschen, das sie mit den Kindern ihrer verstorbenen Cousine teilt. Für beide Racker hat sie die Pflegschaft übernommen und arbeitet nebenbei von Zuhause aus. Als sie sonntags früh am Köln-Bonner Flughafen auf ihre Schwester wartet, die mit der Maschine aus Paris eintreffen soll, fällt sie dem Agenten Markus Neumann in die Hände, der sie bittet, einen Umschlag an einen Kollegen in Bonn auszuhändigen – ganz wichtig, es soll kein anderer den Umschlag erhalten. Janna ist überrumpelt und glaubt sich zunächst mitten in einer Verstehen-Sie-Spaß? Folge wiederzufinden, doch von Kameras keine Spur. Dafür sieht sie Markus Neumann gleich darauf umzingelt von seinen Verfolgern.

Doch den Umschlag auszuhändigen erweist sich als schwierig, denn an der angegebenen Adresse findet sie ein merkwürdiges Paar, das ihr mitteilt, der eigentlich gesuchte sei nicht zu Hause. Ein Blick durch den Türspalt – in eine durchwühlte Wohnung – lässt Janna dazu verleiten, sich als Putzfrau auszugeben und schnell wieder zu verschwinden. Doch jetzt hat sie den unsäglichen Umschlag bei sich und keine Ahnung, wie sie den jungen Mann vom Flughafen erreichen kann. Doch für Markus Neumann ist es kein Problem, sie aufzuspüren. Unf plötzlich findet sie sich mitten im Geheimdienst wieder, auf der Flucht vor Terroristen.

Mein Fazit:
Schwierig schwierig. Ich muss zuerst festhalten, dass es für mich eher ein Nachteil war, dass ich so gut mit den Schauplätzen vertraut bin. Man findet zu viele Ungereimtheiten, die einem Ortsunkundigen nicht auffallen würden.
Die Geschichte selbst erinnerte zu stark an die 80er TV-Serie „Agentin mit Herz“, welche ich damals sogar geschaut habe. Unter den Voraussetzungen ist es natürlich schwierig, sich ein unvoreingenommenes Urteil zu bilden.
Allgemein fehlte es mir an Spannung und Action – doch muss man natürlich bedenken, dass dies der Auftakt einer Reihe sein wird und erstmal die Charaktere eingeführt werden müssen. Diese sind mir noch nicht weit genug ausgeformt, so dass ich mir noch kein wirkliches Bild von den einzelnen Beteiligten machen kann. Ich hoffe jedenfalls, dass es Mila Roth gelingt, von der Fernsehserie fortzukommen und ein wirklich eigenständiges Werk zu schreiben.

Mila Roth: Spionin wider Willen
115 Seiten

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