34/2012 Carlos Ruiz Zafón: Marina

Carlos Ruiz Zafón hat es bereits mit seinem Roman „Der Schatten des Windes“ geschafft, mich zum absoluten Barcelona-Fan zu machen. Nachdem „Das Spiel des Engels“ mich besonders auf den letzten Seiten mehr als enttäuscht hat, habe ich ihm mit „Marina“ eine neue Chance gegeben und bin bei Weitem nicht enttäusch worden.

Oscár ist Schüler eines barceloneser Internats und sieht seine Eltern fast nie. Zwischen Unterricht und Lernen streicht er schonmal durch die verwinkelten Sträßchen Barcelonas. Auf einem seiner Spaziergänge folgt er einer kleinen Teufelskatze auf ein scheinbar verlassenes Grundstück. Fasziniert von dem alten Anwesen folgt er der Musik, die aus einem der offenen Türen kommt. Vor lauter Schrecken lässt Oscár eine Taschenuhr mitgehen. Als er Tage später die Uhr zurückbringen will, wird er von Marina und ihrem Vater, welche in dem scheinbar verlassenen Haus leben, sogar herzlich aufgenommen und der Grundstein einer neuen Freundschaft ist gelegt. Eines Sonntags nimmt Marina ihn mit auf einen nahezu geheimen Friedhof Barcelonas und somit auf die Fährte einer geheimnissvollen in schwarz gekleideten Frau. Marina und Oscár folgen der Frau und kommen so einem weitaus größeren Geheimnis auf die Spur und erleben dabei noch ein großes Stück barceloneser Geschichte.

Mein Fazit
Ja, ich liebe Barcelona und mit „Marina“ hat Zafón es geschafft, Barcelona noch ein Stück tiefer in mein Herz zu graben, als bisher schon. Die Geschichte rund um Marina und Oscár selbst ist sehr spannend und einfühlsam geschrieben. Man spürt, wie neben der geheimnisumwobenen Geschichte auch die Freundschaft der beiden immer weiter wächst und Oscár ein Teil von Marinas Familie wird.

Carlos Ruiz Zafón: Marina
Hardcover

Verlag: Hanser
Seiten: 347
ISBN-13: 978-3100954015

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