41/2013 Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr

Will ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, hat eine wundervolle Freundin und liebt es, in seiner Freizeit aktiv zu sein. Bis zu diesem einen Tag. Louisa verliert von einem Tag auf den anderen ihren Job in einem Café und muss, allein schon um ihre Familie zu unterstützen, möglichst schnell einen neuen finden. Doch das ist alles andere als einfach. Schließlich bewirbt sie sich auf eine befristete Stelle als Pflegehilfe für einen Tetraplegiker – Will. Mit Louisa und Will treffen zwei Menschen aufeinander, die unterschiedlicher nicht sein könnten, so dass ihr neuer Job für Louise zur echten Qual wird. Zu allem, was sie sagt, hat Will einen biestigen Kommentar und möchte seine Zeit lieber alleine verbringen. So verbringt Louisa die meiste Zeit mit Putzen oder Lesen. Bis sie eines Tages zufällig eine Unterhaltung zwischen Wills Mutter und seiner Schwester mithört: Will, der seit seinem Autounfall auf fremde Hilfe angewiesen ist und nichts mehr alleine machen kann, findet sich mit seiner Situation nicht ab und möchte, dass seine Eltern ihn in die Schweiz zu Dignitas bringen. Er hat seinen Eltern jedoch ein halbes Jahr versprochen – ein halbes Jahr, in dem Louisa nun alles daran setzen will, Will umzustimmen. Und so recherchiert und plant sie, was das Zeug hält, um Will aus seinem Schneckenhaus zu holen, und ihm zu zeigen, wie wunderbar das Leben sein kann.

Mein Fazit:
Tja, wo soll ich anfangen… Ich habe das Buch hauptsächlich gekauft, weil es mir quasi überall unter die Nase gerieben wurde. Ich wusste, es handelt sich um einen Liebesroman aber wesentlich mehr wusste ich nicht. Jojo Moyes hat es geschafft, mich komplett mit ihrem Buch zu fesseln, so dass ich in jeder freien Minute unbedingt weiterlesen musste – ok, bis auf die letzten paar Seiten, in denen ich das Buch ab und zu mal für ein paar Minuten aus der Hand legen musste, um Luft zu holen. Die Entwicklung beider Hauptcharaktere ist wunderbar dargestellt und wirkt kein bisschen gekünstelt. Louisa, die durch Will dazu animiert wird, aus ihrem Elternhaus auszubrechen und sich Gedanken über ihre eigenen Lebensziele zu machen. Will, der seit seinem Unfall meist unausstehlich ist und durch Louisa auch wieder schöne Seiten am Leben entdeckt. Bis zum Ende habe ich mit den beiden Mitgefiebert, gehofft und mich wirklich sehr intensiv mit dem Thema Sterbehilfe auseinandergesetzt. Jojo Moyes hat es geschafft, ein wirklich heikles Thema sowohl aus allen Blickwinkeln zu betrachten.

Jojo Moyes: Ein ganzes halbes Jahr
Taschenbuch
Verlag: rororo
Seiten: 513
ISBN-13: 978-3499267031

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