49/2013 Alain Robbe-Grillet: Jealousy

Diese Rezension bezieht sich auf die englische Fassung.

Es gibt Bücher, über die würde man im normalen Leseralltag vermutlich nie stolpern, und genau daher bin ich froh, dass ich hin und wieder an Lese-Challenges teilnehme und in diesem Jahr auch meine eigene ins Leben gerufen habe. Da ich mir als Ziel gesetzt habe, ein paar Bücher von der Liste der 1001 Books you must read before you die zu lesen, schaue ich bei vielen Buchstaben erstmal, ob ich nicht dort ein Buch finde.

Für den Buchstaben J griff ich nun also zu „Jealousy“ von Alain Robbe-Grillet. Was ich vorher über dieses Buch wusste? Nicht viel, um ehrlich zu sein. Alain Robbe-Grillet ist bekannt für seine detailgetreuen Beschreibungen und das kann ich, nach der Lektüre des Buches, so unterschreiben.

Aus Sicht eines Erzählers – vielleicht mag es auch der Ehemann sein – wird das Leben auf einer Plantage, speziell das der Frau des Hauses beschrieben. Häufiger Gast ist der Nachbar, welcher A… (so der Name der Frau) auch häufig in die Stadt begleitet. Anhand der Beschreibungen des Erzählers erahnt der Leser bereits, dass hier mehr zwischen den beiden sein muss, doch ausgesprochen wird es nie.
Einen roten Faden findet man in dieser Erzählung nicht, auch keine Handlung als solches. Vielmehr lässt Robbe-Grillet seinen Erzähler über einzelne Sequenzen berichten – losgelöst von der Zeit. So ist nie bekannt, wo genau eine Sequenz aufhört und die nächste anfängt, in welcher Tageszeit man sich gerade befindet, welcher Tag es ist. Doch das störte mich beim Lesen überhaupt nicht, wenn ich auch sonst ein Fan von fesselnden Handlungen bin. Robbe-Grillet beschreibt A…’s Haus so detailliert, dass ich fast das Gefühl hatte, dort zu sein. Und das schaffen tatsächlich nur wenige Schriftsteller.

EN  Alain Robbe-Grillet: Jealousy
Taschenbuch
Verlag: Alma Classics Ltd
Seiten: 128
ISBN-13: 978-1847492722

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