BLOGTOUR: ROCKY MOUNTAIN STAR

RMS-Blogtour-Teaser

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, dass Virginia Fox bei der Planung ihrer Blogtour an mich gedacht hat. Also habe ich heute die Ehre, euch ein wenig das Thema Stalking näher zu bringen. Wie ihr der Rezension ja bereits entnehmen konntet, ist dies neben der aufkeimenden Beziehung zwischen Tyler und Pat das entscheidende Thema in Rocky Mountain Star.

In Rocky Mountain Star hat Tyler mit einem Stalker zu tun, der mit einem großen Knall in ihr Leben tritt: er drapiert eine tote Krähe samt Blut in ihrem Tanzstudio und hält das ganze auf Film fest, um es anschließend online zu stellen. Schnell erreicht das Video immense Klicks und stachelt so den Stalker noch weiter an. Nach und nach versucht der Stalker Tyler mürbe zu machen, angestachelt von den Erfolgen seiner Videos. Tyler ist geschockt, doch lässt sie sich nicht unterkriegen. Der Stalker wechselt seine Vorgehensweise und plant sein großes Finale… doch dazu müsst ihr schon selber das Buch lesen!

Stalking
Da ich mich also nun mit dem Thema Stalking auseinander setzen darf, ist natürlich mein erster Gedanke, wie Virginia auf dieses Thema gekommen ist. Hat sie selbst vielleicht Erfahrungen damit gemacht oder jemand in ihrem Bekanntenkreis? Denn Stalking kann ja bereits in einer „harmlosen“ Form anfangen, wenn man sich trennt und einer der Partner Probleme damit hat, loszulassen. Eine Bekannte von mir hat genau hiermit lange zu kämpfen gehabt. Nach vielen Jahren Beziehung trennte sie sich von ihrem Freund – für ihn kam es aus heiterem Himmel, umso schwerer war es für ihn, damit abzuschließen. Er rief andauernd an, schickte ihr Geschenke und lauerte ihr sogar auf der Straße auf, um ihr seine Liebe zu beteuern. Es war eine anstrengende Zeit, doch sie hat diese ohne fremde Hilfe überstanden und mit der Zeit haben sich die Wogen geglättet. Dennoch hätte ich definitiv nicht in ihrer Haut stecken wollen.

Virginia jedenfalls hat zum Glück persönlich keine Erfahrungen damit gemacht, merkte jedoch an, dass es wesentlich häufiger passiert, als man denkt. Meine kleine Anekdote kann jedem und überall passieren und wird sicherlich mit in die Dunkelziffer fallen, denn polizeilich wurde sie nie erfasst. Allein 2013 wurden 23.831 Stalkingfälle polizeilich erfasst, doch wie hoch die Dunkelziffer hier ausfallen mag… da möchte ich gar nicht erst dran denken. Virginia übersandte mir noch eine Statistik aus den USA (logisch, Rocky Mountains … 😉 ) aus der hervorgeht, dass statistisch gesehen 2% der Einwohner pro Jahr Opfer eines Stalkers werden. Auf meinen Abijahrgang angewandt wären also zwei meiner Klassenkameraden pro Jahr Stalkingopfer! Pro Jahr!!! 

Doch was treibt Stalker an, immer weiter zu machen? Jede Form von Aufmerksamkeit wirkt wie ein Trigger. Sei es, im Fall meiner Bekannten die Anrufe/Geschenke entgegen zu nehmen oder im Fall des Stalkers in „Rocky Mountain Star“ viele viele Klicks auf seinem Video. All dies liefert ihm die Bestätigung, die er sucht, und treibt ihn zu sich meist steigernden Handlungen an.
Auf Beziehungen angewendet heißt das: lieber einen klaren Schlussstrich ziehen! Wir kennen das selber, wenn wir nach einer Trennung nur den Funken Hoffnung erkennen, halten wir uns genau daran fest und könnten zu Überreaktionen neigen. Virginia und ich sind hier sehr ähnlich und ziehen direkt einen klaren Schlussstrich. Ich gehe dann auch direkt auf Abstand und habe lieber erstmal eine Nacht außerhalb der gemeinsamen Wohnung verbracht.

Virginia sagte dazu noch: „Viele Leute sind das nicht. Was Anfangs fast ein wenig romantisch als „um die Beziehung kämpfen“ rüberkommt (und natürlich dem Ego desjenigen schmeichelt, der sich getrennt hat), kann sich schnell in eine Obsession wandeln.“

Das Buch selbst zeigt noch einen anderen Fall, von dem wir wesentlich mehr mitbekommen, als von den Normalo-Stalkingfällen: „Prominente“. Auch wenn Tyler selbst nur eine Starballerina ist, so gehört sie doch genau in diese Kategorie, denken wir beispielsweise an all die Drohbriefe, die ihre Agentin abgefangen hat. Aber auch Hollywoodstars haben Stalker, die in ihre Häuser einbrechen, den privaten Raum „entweihen“, stehlen und die Stars bedrohen. Auch hier kommt garantiert nicht jeder Fall in die Medien, doch es zeigt sehr gut, dass man handeln muss. 

Tyler ist eine starke Frau, die sich nicht unterkriegen lässt. Auch wenn alle sie in Samt packen wollen, so stellt sie sich dem mutig entgegen, lebt ihr leben weiter und versucht sich nicht einschränken zu lassen.

Der weiße Ring hat hierzu eine Hilfeseite im Internet, die auch Verhaltenstipps bereit hält:

 – man sollte sich jemanden anvertrauen und ruhig mit der Situation umgehen. Panik stachelt einen Stalker nur noch mehr an
– Konfrontation, wenn man denn weiß, wer einen stalkt
– Dokumentieren und Beweismaterial sammeln, damit man bei der Polizei etwas gegen den Stalker in der Hand hat

Davon gibt es noch einiges mehr. Das Wichtigste ist, und das hilft Tyler in „Rocky Mountain Star“ am aller meisten, Freunde um sich zu haben und sich in seinem Leben nicht einschränken zu lassen. Also mutig weiter durchs Leben gehen.

Ach und nicht vergessen: Rocky Mountain Star lesen :)

G


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